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Stoßwellentherapie

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) hat eine besondere Wirkung auf die Störungen bei körperbehindernden Bewegungsstörungen, auf die Spastizität, bei Polyneuropathie, Querschnittslähmungen und Spina bifida wie sie bisher von keiner anderen Methode erzielt werden konnte. Sie stimulieren Botenstoffe für das Wachstum und die Reparatur von Nerven (eNGF, FGF-2, eNOs), von Blutgefäßen und Kapillaren  (eVGF), von Gelenkknorpel    (eFGB2), von Lymphgefäßen    (eLGF)  und stimulieren die dazu nötige Energieproduktion im Gewebe (eNO).
Das bedeutet , die von  uns angewandten Stoßwellen stimulieren Nerven, die besonders bei Körperbehinderungen u. U. zwar arbeitsfähig aber gleichsam "eingeschlafen" sind. Sie wirken andererseits schmerzlindernd, fördern die Durchblutung der behandelten Gewebe und regen Nerven und Blutgefäßen zum Wachstum an. Im Vordergrund steht die Anregung des Zellstoffwechsels. Siehe hierzu auch das Literaturverzeichnis.


Stoßwellen sind ultrakurze Schallimpulse, die gebündelt und wieder auseinander strebend durch das Gewebe geleitet werden. Entscheidend ist die Stärke dieser Energie. Genauso, wie man mit Starkstrom eine Lokomotive antreiben kann oder mit schwachem Strom eine Armbanduhr, kann man mit Stoßwellen hoher Energie Nierensteine zertrümmern oder mit sehr niedriger Energie eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel der Blutgefäße, Muskeln und Nerven auslösen.


Wir verwenden in der Regel nur 1/10 der Energie, die international als "niedrigenergetisch" klassifiziert wird. Zur Therapie werden die zu behandelnden Strukturen (Muskeln, Bänder, Nervenregionen) geortet und mit Stoßwellen behandelt. Deswegen haben wir seit 1994 nach mehr als 22.000 Einzelbehandlungen an bewegungsgestörten Kindern und Erwachsenen nie eine unerwünschte Wirkung verzeichnen müssen. Wir verwenden die Geräte Duolith und ein modifiziertes Minilith der Firma Storz Medical.


Wir konnten nachweisen, dass die Muskelkontrakturen, die zum Beispiel für den Spitzfuß oder die mangelhafte Drehfähigkeit der Hände verantwortlich sind, deutlich gebessert werden können. Die Muskeln werden weniger steif und geben die Gelenkbeweglichkeit in gewissen Grenzen wieder frei. Die Eigenwahrnehmung der Gliedmaßen wird in vielen Fällen so weit gefördert, dass Bewegungen, die über längere Zeit nicht ausgeführt werden konnten, wieder möglich werden. Wir sind sehr froh, dass die Professoren Amelio und Manganotti von der Universität Verona unsere Ergebnisse zur Verbesserung der Bewegungsfähigkeit bei spastisch bewegungsgestörten Kindern nunmehr bei Schlaganfallpatienten bestätigen konnten (siehe Literaturverzeichnis).


In jüngster Zeit haben sich Stoßwellen auch bei der Behandlung der unangenehmen Gefühls- und Bewegungsstörungen bei Polyneuropathie bewährt.

Auch lassen sich Nerven beim Postpoliosyndrom sehr gut stimulieren, so dass die Muskulatur erheblich an Kraft gewinnt.


Ein besonderes Feld ist der Einsatz der extrakorporalen Stoßwellen zur Verbesserung der Muskeltätigkeit und der Sensibilität bei inkompletten Querschnittslähmungen und nach Schlaganfall sowie Schädel-Hirn-Trauma. Auch hier konnten Ergebnisse erzielt werden, die bisher durch die konventionelle Physiotherapie allein nicht gesehen werden konnten.


Weitere Indikationen sind neben den Muskelkontrakturen und Störungen der Eigenwahrnehmung Schmerzen am Bewegungssystem, besonders bei Tennisellenbogen, Fersensporn und bestimmten Schulterbeschwerden.

Ambulanz für Manuelle Medizin - Zentrum für Bewegungsstörungen
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