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Lähmungen und Körperbehinderungen bei Kindern und Erwachsenen Querschnittslähmung, Paraparese Polyneuropathie Schmerzen bei Kindern und Erwachsenen Aufmerksamkeitsstörungen, körperlich ungeschickte Kinder Säuglingsbehandlung Kinderorthopädie Reizblase und Stressinkontinenz Gleichgewichtsstörungen und Schwindelbeschwerden im Alter

Tetraplegie, Diplegie, Hemiplegie

Unter Lähmungen und Körperbehinderungen bei Kindern und Erwachsenen fallen unter anderem:

• Tetraplegie
• Diplegie
• Hemiplegie

Spastische Tetraplegie oder spastische Tetraparese

Die häufigste Form des Geburtsschadens ist die spastische Tetraplegie. Sie ist meist von einer erheblichen Spastizität begleitet und führt immer zu einer schweren Körperbehinderung. Von der Lähmung sind alle vier Gliedmaßen aber auch der Rumpf betroffen. Es gibt einige wenige Kinder mit spastischer Tetraplegie, die mit Hilfsmitteln (Rollator, posterior Walker, Schienen) gehen können. Die meisten sind aber nicht dazu in der Lage. Häufig kommt es auch zu Schluckstörungen und mangelhaftem Beherrschen des Speichelflusses.

Die Lähmungen der spastischen Tetraplegie führen zu erheblichen Verkürzungen der Muskeln, so dass die Gelenke von Armen und Beinen nicht frei bewegt werden können. In der Fachsprache nennt man solche Bewegungsbehinderungen Kontrakturen. Wegen der ungleichmäßig gespannten Muskulatur kommt es auch zu Rückgratverbiegungen (Lähmungsskoliose) und Hüftdysplasien und schließlich zur Hüftluxation. Ein großer Teil der Kinder mit spastischer Tetraplegie ist auch von einer Verminderung der geistigen Fähigkeiten betroffen. Viele dieser Kinder können nur sehr undeutlich oder gar nicht sprechen.

Spastische Diplegie oder spastische Diparese

Eine mildere Form des Geburtsschadens ist die spastische Diplegie. Bei dieser Körperbehinderung sind vor allen Dingen die Beine gelähmt. Auch hier kommt es zu ungleichmäßigen Muskelzügen, so dass ein Spitzfuß, Kontrakturen der Kniegelenke und Hüftgelenke entstehen können. Auch bei der spastischen Diplegie kann es zur Hüftluxation kommen, die eine Operation im Sinne einer Rekonstruktion der Hüftgelenke nötig macht. Die Skoliose tritt nicht so häufig auf wie bei der spastischen Tetraplegie. Grobmotorische und feinmotorische Störungen im Bereich der Arme und Hände sind bei der spastischen Diplegie im Vergleich zur spastischen Tetraplegie wesentlich milder ausgeprägt. Meist sind die geistigen Fähigkeiten bei der spastischen Diplegie gar nicht eingeschränkt. Die meisten Kinder mit spastischer Diplegie erlernen das Laufen.

Spastische Hemiplegie oder spastische Hemiparese

Ein Sonderfall des Geburtsschadens ist die spastische Hemiplegie. Dabei ist nur eine Körperhälfte von den Lähmungen betroffen. Die "gesunde" Seite ist frei beweglich. Es kommt zu Lähmungen im Gesicht, eines Armes und eines Beines mit Kontrakturen der Ellenbogengelenke und der Hände und der Kniegelenke. Meist ist diese Körperbehinderung von einer dynamischen Spitzfußbildung begleitet. Die geistigen Fähigkeiten sind in aller Regel nicht vermindert.

Für alle spastischen Geburtsschäden gilt, dass sich die Kontrakturen, also auch die Spitzfußbildung sehr häufig durch die Anwendung der Komplexbehandlung der Ambulanz für Manuelle Medizin der Rheintalklinik behandeln lassen. In vielen Fällen müssen aber dennoch eine Spitzfußoperation und andere chirurgische Weichteileingriffe durchgeführt werden.

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Lähmungen und Körperbehinderungen bei Kindern und Erwachsenen

Ambulanz für Manuelle Medizin - Zentrum für Bewegungsstörungen
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